Steinpilze 2014

2014 scheint ein gutes Pilzjahr zu werden

Nach knapp viereinhalb Stunden endlich angekommen im Südharz. Für uns ist es immer wieder spannend, wie der Garten nach vier Wochen ohne unsere Anwesenheit aussieht – und was sich sonst so getan hat.

Das Wichtigste: Es ist (wie immer) nichts elementar Schlimmes passiert: Immer wieder stellen wir uns beim Blick auf den Wetterbericht vor, was unserem roten Häuschen alles widerfahren könnte. Doch auch dieses Mal haben Stürme keine Bäume entwurzelt, Hagel keine Fensterscheiben zerdeppert, Regen-Sturzbäche nicht das Untergeschoss überflutet und auch der Blitz hat nirgendwo eingeschlagen. Und wenn doch – dann hätten uns das die guten Geister ringsum schon viel eher vermeldet – und den gröbsten Schaden wahrscheinlich schon beseitigt.

Und was ist sonst so passiert?

  • Der Rasen ist gut knöchelhoch
  • Die ausgepflanzten Rittersporn-Zöglinge haben die Schneckeninvasion erfolgreich abgewehrt!
  • In dem Staudenbeet, welches beim letzten Mal umgegraben und mit Kompost bepackt wurde, haben sich neben diversen Unkräutern auch einige Tomatenpflanzen breit gemacht. Das ist zwar ganz nett, aber mit einer reichen Tomatenernte wird das dieses Jahr wohl nichts mehr werden. Die Pflanzen gehen zurück auf den Kompost.
  • Und das Wichtigste: Die Treppe steht. Oder vielmehr das Untergerüst für die Treppe. Um die Stufen wird sich der Harzgärtner/Baumeister die nächsten Tage kümmern.
  • Überall im Garten (und im Wald, wie Nachbars mitteilten) wachsen Pilze!

Anbetracht des feucht-warmen Wetters der letzten Wochen hätte uns letzteres eigentlich nicht überraschen sollen. Doch die vergangenen Jahre  kamen wir zur Pilzsaison meistens zu früh oder zu spät. Nun war der Jagdinstinkt im Manne erwacht. Nach zwei Stunden im Wald stand das Abendessen (noch im Rohzustand) auf dem Küchentisch: ein Korb voll mit Steinpilzen. Der ob dieses Fundes eh schon glückliche Gatte wurde mit einer üppigen Pilzmahlzeit in den Zustand höchster Glückseeligkeit befördert.

Rezept für ein einfaches Pilzgericht:

Nimm selbstgefangene Waldpilze (nur die, die Du zweifelsfrei als essbar identifizieren kannst) – bei uns war es etwa ein Kilo Steinpilze Der Rest wurde eingefroren/getrocknet).

Entferne anhaftenden Schmutz mit Lappen, Bürstchen, Messer, schneide wurmige, angefressene Stellen raus und zerteile die Pilze grob in mundgerechte Stücke. In einer großen Pfanne lässt Du Butter gut heiß werden. Dann die Pilze in die heiße Butter (wir haben sie nur geputzt, nicht gewaschen, da Pilze gerne Wasser aufsaugen und das dann in der Butter spritzt). Umrühren, pfeffern und salzen. Deckel drauf und für drei, vier Minuten das eigene Wasser ziehen und im eigenen Saft schmoren lassen. Danach Deckel wieder runter und das Wasser fast komplett verkochen lassen. Zum Schluss ein Kleks Sahne oder Creme Fraiche drüber, umrühren, fertig.

Dazu haben wir Salzkartoffeln und natur gebratene Kotletts gegessen. Und weil es draussen schon recht herbstlich anmutete war, eine Flasche spanischen Rotwein entkorkt.

So einfach geht Urlaub.

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