Beeteinfassung mit Ästen

Ein Zaun ums Schattenbeet an der Lärche

Eine Beeteinfassung kannst Du ganz einfach selber machen – dazu brauchst Du nicht unbedingt teures Material vom Baumarkt kaufen. Ich zeige Dir, was ich heute gebaut habe.

Eigentlich bin ich ja keine Freundin von Beeteinfassungen – Rasenkantensteine, Klötze, Betonzeugs – das ist nicht so mein Ding. Das hat immer gleich so etwas von Materialschlacht und Monument. Wenn ich in einem Jahr die Beete anders haben will, müsste gleich wieder eine Großbaustelle eröffnet werden. Wenn schon Beetbegrenzung, dann nur, um etwas Optik und Ordnung ins Chaos reinzubekommen und dem werten Besucher der Scholle zu signalisieren: Bitte auf diese “Wildnis” nicht so fest drauftreten.

Für das große Staudenbeet brauche ich keine Beeteinfassung – dort sorgt der Restrasen drumrum für Struktur. Einmal im Jahr werden die Grashalme mit dem Spaten im Zaum gehalten. Das muss reichen.

Für das Schattenbeet rund um die Lärche (Im Gartenplan kannst Du schauen, wo genau das ist) wollte ich allerdings etwas Grenze haben. Dort ist nicht alles so geordnet, das Grünzeug darf wuchern – bissel wie im Wald. Weil ich rechts der Lärche jedoch regelmäßig mit dem Rasenmäher eine Schneise durchs Dickicht fahre, wollte ich wenigstens hier eine kleine Barriere zwischen Waldbeet und Weg haben.

Mit dem Beet hatte ich bereits im Frühjahr begonnen, als ich den rutschigen Weg zum Gartenhaus in einen Treppenpfad verwandelt hatte. Jetzt bekam die andere Seite eine Begrenzung. Und zwar aus dem Material, welches sowieso im Garten rumliegt.

Beeteinfassung mit Ästen – das brauchst Du:
  • eine Handsäge
  • eine Astschere
  • eine kleine, scharfe Axt
  • eine Handschaufel (Pflanzschaufel)
  • abgesägte Äste (bei mir hatten sie einen Durchmesser von etwa 2 bis 5 Zentimeter) einer Tanne: zu dick für den Schredder, zu harzig für Brennholz, viel zu schade, um irgendwo zu verrotten. Also genau richtig für mein Vorhaben!

Zunächst habe ich das grobe Unkraut beseitigt – dieses Mal ohne Umgraben. Das hätte sowieso wenig Zweck gehabt, weil die Erde dort sehr trocken ist und außerdem Frau Lärche ihre Wurzeln ausgebreitet hat. Mit der Pflanzschaufel habe ich die grobe Linienführung in den Hang geschabt. Jetzt kommen die Äste ins Spiel. Die wurden erst ausgelegt und mit der Handsäge in passende Abschnitte geschnitten.

Beeteinfassung selber machenMeine Beeteinfassung sollte mindestens eineinhalb handbreit hoch werden – die Äste mussten also übereinander gestapelt werden. Nur mit Scherkraft halten die natürlich nicht aufeinander. Zur Befestigung habe ich aus den etwas dünneren Stöcken mittels Astschere Abschnitte  geschnitten – jeden ungefähr 20 Zentimeter lang. Mit der “Mädchenaxt” (wie der Harzgärtner zu sagen pflegt) bekamen die Astabschnitte auf einer Seite eine Spitze verpasst. Das ging richtig gut. Im Abstand von vielleicht einem halben Meter habe ich sie in die Erde eingeschlagen – war auch nicht so schwer. Die Astabschnitte halten nun die querliegenden längeren und dickeren Äste für die Beetbegrenzung. Nagel mich wegen dem Abstand nicht fest – ich habe nichts nachgemessen. Mach es einfach so, wie Deine Äste Halt und Unterstützung brauchen.

Wahrscheinlich werden der Profi- GaLa-Bauer und der “ordentliche” Gärtner angesichts meines Vorgehens die Hände über den Kopf zusammenschlagen.  Ich hör sie schon: Das ist doch gar nicht “ordentlich”, in ein paar Jahren ist das Ganze verrottet…  Von mir aus! Vielleicht fällt mir in zwei Jahren etwas besseres als Beeteinfassung ein, vielleicht auch eine dauerhaftere Lösung. Dann will ich dort ja vielleicht sogar etwas Neues hinhaben. Möglicherweise ist es den Stauden (Fingerhut, Schlüsselblumen, Storchschnabel, Schaumblüte) unter der Lärche viel zu trocken – und ich muss sie umsiedeln. Für den Moment finde ich die gepflegte Waldwildnis an der Stelle ganz apart. Mal schauen, wie die Beeteinfassung sich in drei Wochen oder im nächsten Frühjahr so behauptet.

Bei mir hat die ganze Aktion nicht mehr als eine Stunde gedauert. Ich habe keinen müden Euro dafür ausgegeben – weil ich Material aus dem eigenen Garten genutzt habe.

Wenn Du auch Ideen für natürliche, nicht gekaufte oder Recycling-Beeteinfassungen hast – dann lass es mich wissen – im Kommentarfeld!

Hier noch ein Vorher- und zwei Nachher-Bilder:

 

 

2 Kommentare zu “Ein Zaun ums Schattenbeet an der Lärche

  1. Ich habe alte unbehandelte Terassenbretter von einer Freundin an sich zum Verbrennen bekommen. Die werde ich teilweise mit Deiner Methode als Beeteinfassung verwenden.

  2. Hallo Susanne, Bretter gehen natürlich auch prima. Ich nehm die ganz gerne als Beeteinfassung im Gemüsegarten her. Praktischerweise lass ich die Bretter über dem Bodenniveau rausstehen – so kann ich da dann ordentlich Kompost und Mulch aufhäufeln. :-) Liebe Grüße und viel Spaß beim Garteln :-)

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