laubblaeser gefunden und entsorgt

Laubsauger? Brauchen wir nicht!

Laubsauger und Laubbläser kommen direkt aus der Hölle. Brauchen wir nicht im Garten. Ich erklär euch gerne, warum.

Letztens in Harzgarten hat der Gärtnermann sich intensiver mit dem Gartenhäuschen beschäftigt. Das Gartenhäuschen ist so etwas wie die Büchse der Pandora: Lieber nicht zu genau drin rumwühlen – man weiß nie, was da alles ans Tageslicht kommt. Neben durchaus brauchbaren Spaten, Harken und Kleinwerkzeugen beherbergt es nämlich zahlreiche Hinterlassenschaften vom Vorbesitzer und Vor-Vorbesitzer, wahrscheinlich sogar noch Inventar der LPG Breitenworbis, der das Ferienhäuschen ganz am Anfang mal gehörte.

Rostige, verbogene Riesennägel, ausgeleierte Schrauben und tütenweise Rasensamen, die den Mäusen offenbar als nahrhaftes Winterlager dienten, sind noch die harmlosen Sachen, die der Harzgärtner an dem sonnigen Herbsttag dort ausgrub. Nach einer Stunde schleppte er das ultimative Horrorteil an:

Ein Laubsauger! Oder war es ein Laubbläser?

Ihr kennt sicher diese Dinger. Wenn im Herbst die ersten schüchternen Blätter von den Bäumen fallen, werden sie bevorzugt von übereifrigen Hausmeistern rumgezerrt, um jeden Krümel von Gehwegen und Rabatten penibel zu eliminieren. Nebenbei wecken sie damit auch noch friedlich ruhende Städter auf, die ihren verdienten Samstagvormittagsschlaf schlafen.

Ob unser Gerät von der Sorte “Bläser” oder “Sauger” war, wissen wir nicht. Wir haben es nicht in Betrieb gesetzt – und werden dies auch nicht nun. Das Gerät aus der Hölle war gerade noch gut für ein martialischen Posing fürs Foto und wurde dann entsorgt. Und dafür haben wir guten Gründe:

Laubsauger sind bäh: Sie machen Lärm, stinken und saugen wirklich alles weg

Das Ding macht Angst. Auch im ausgeschalteten Zustand. Schaut euch nur mal dieses Riesen-Ofenrohr da vorne dran an. Die Warnsymbole. Bedienungsanleitung lesen? Haben wir nicht. Ohrschützer? Auch nicht. Hand reinhalten – lieber nicht. So ein Laubbläser/Laubsauger muss ein Monster aus der Hölle sein.

Das Teil läuft mit Benzin. Stinkt also. Knattert noch dazu. Wollen wir nicht. Ein Stinker im Garten (der Rasenmäher) reicht.

Laubbläser (und die Sauger auch) machen Krach. Und zwar richtigen lauten Krach. Die Leute vom BUND sagen, dass es um die 100 Dezibel sind, was so ein Laubdingens produziert. Das ist in etwa so laut wie ein Presslufthammer. Wie bitte? Wir sind in unserem Harzgarten, weil wir hier Ruhe haben: Wir wollen Vögel piepen und das Gras wachsen hören. Lärm gibt es leider trotzdem noch – die Kettensägen der Forstleute gleich hinter der Siedlung und manchmal etwas entfernt die Gerätschaften der anderen Harzgärtner. Da wollen wir nicht noch weiteren Krach obendrauf packen.

Laubbläser (und Laubsauger natürlich) haben den Zweck, störendes Laub wegzublasen – oder zu saugen. Das passiert mit bis zu 220 Kilometern pro Stunde! Stellt Euch mal vor, was mit all dem Kriechtieren – Käfer, Würmchen, Spinnentieren – passiert, die da zwischen Laub und Grashalmen rumkrabbeln, rumknabbern und sich vielleicht grade einen kuschligen Unterschlupf für die nächsten Stunden suchen. Genau – die haben nicht die geringste Chance. Mit dem Laub wird gleich noch diverses Krümelzeug, was für einen guten Boden wichtig ist, davongefegt.

Am Ende hat man einen schönen, sauberen Garten, der dann wirklich porentief rein ist… Und muss sich nicht wundern, wenn Jahr für Jahr weniger wächst oder immer mehr Dünger nötig ist.

Liebe Leute von Einhell, Bosch, Husqvarna, Stihl und wie ihr Laubsauger- und Laubbläser-Produzenten noch alle heißen mögt: Nein danke, dieses Gartengerät will ich nicht haben. Ihr könnt mir gerne mal einen dieser niedlichen Rasenmähroboter zum Testen schicken. Oder einen super-duper Spaten, der meinen fetten Lehmboden allein umgräbt. Das Laub, was uns im Herbst an ein paar Stellen im Garten vielleicht stört, harken wir ganz klassisch mit einem Laubrechen zusammen und packen es zum Kompost oder um Stauden und Rosen.

Wir haben es nicht einmal geschafft, aus dem Laubsauger (oder war es ein –Bläser?) durch Verkauf noch ein paar Euros rauszuquetschen. Andere – egal wie weit weg vom Harzgarten die wohnen – sollten auch nicht mit dem Monster malträtiert werden.

Unser Laubsauger/-bläser landete direkt in der Hölle – auf dem Sperrmüll.

2 Kommentare zu “Laubsauger? Brauchen wir nicht!

  1. Ich finde die Teile auch wirklich nervig und völlig überflüssig! Ich habe mal einen geschenkt bekommen und den im Garten unserer Mallorca Finca benutzt, allerdings nur einmal, da mich der Krach einfach nur genervt hat! Stimme also voll zu! :)

  2. Stimme voll zu! All die Rasenmäher, Heckenschneider, Motorsensen, Laubbläser und was man sonst noch so hat, ruinieren das Entspannen und Naturerlebnis – vor allem, wenn in der Nachbarschaft lauter kleine Gärten sind, werkelt jeder von den Nachbarn oder ihren Gartenhilfen zu einer anderen Zeit mit einem dieser lauten Geräte herum. Man weiß schon nicht mehr, wann man lüften soll, geschweige denn selbst in Frieden draußen rumwerkeln oder gar mal lesen kann. Es ist schwierig, man selbst ist ja auch mal laut und wird dann ebenfalls zum Ärgernis …
    LG Eva

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